Bürgerbefragung zur Fortschreibung des Rahmenplans Friedrichstraße

Für die Friedrichstraße gibt es seit 2012 einen Rahmenplan, der als Richtschnur für die weitere bauliche Entwicklung dienen soll. Dieser Rahmenplan soll nun im westlichen Bereich fortgeschrieben und aktualisiert werden. Der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt hatte 2019 beschlossen, die Bürgerschaft bei einer Informationsveranstaltung über die geplante Fortschreibung zu informieren und zu beteiligen. Da dies aufgrund der Corona-Pandemie seither nicht möglich war, wird nun eine Online-Befragung gestartet. Bürgerinnen und Bürger, die keinen digitalen Zugriff haben, können ab dem 05. Mai einen Papierfragebogen an den Infotheken des Rathauses Adenauerplatz 1 oder Technisches Rathaus Charlottenstraße 12 abholen und bis 24. Mai per Post an das Amt für Stadtplanung und Umwelt, Abteilung Stadtplanung, Charlottenstraße 12, 88045 Friedrichshafen schicken bzw. direkt in den Briefkasten des Technischen Rathauses, Charlottenstraße 12, einwerfen.

+++ Eine Teilnahme an der Befragung war bis einschließlich 24. Mai 2021 möglich. +++


Die Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Fortschreibung des Rahmenplans Friedrichstraße sind seit dem 9. Juni auf dieser Seite abrufbar, ebenso die Freitextkommentare. Die Fortschreibung Rahmenplan Friedrichstraße wird am 6. Juli im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt sowie entweder am 21. oder 26 . Juli im Gemeinderat öffentlich behandelt.

Luftbild von der Friedrichstraße in Friedrichshafen

Die Friedrichstraße hat in Verbindung mit der angrenzenden Bebauung für Friedrichshafen sowohl aktuell als auch historisch betrachtet eine herausgehobene Bedeutung. Ursprünglich stellte diese Straßenachse mit dem zentralen Element des Stadtbahnhofs die Verbindungsstraße zwischen den städtischen „Keimzellen“ Buchhorn und Hofen dar und war damit das Grundgerüst für die städtebauliche Entwicklung im 19. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit verlor die einstige Prachtstraße an Prestige und erhielt mehr und mehr den Charakter einer Hauptverkehrsachse (B 31). In der Folge wurden entlang der Friedrichstraße städtebauliche Abwertungstendenzen deutlich erkennbar.

Um diesen Negativtrend zu stoppen und der zukünftigen Entwicklung eine neue Richtung zu geben, wurde am 15.10.2012 der Rahmenplan Friedrichstraße mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderates als Richtschnur für die weitere bauliche Entwicklung verabschiedet.

Wesentliche Inhalte sind grundlegende Planungsgedanken, Zielsetzungen und städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten, die in die Zukunft betrachtet dem Straßenzug wieder einen eigenständigen und attraktiven Charakter verleihen sollen.

Seit der Beschlussfassung 2012 haben sich verschiedene Rahmenbedingungen verändert.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadtverwaltung das bereits im Jahr 2012 für die Erstellung des Rahmenplans tätige Stadtplanungsbüro Wick + Partner aus Stuttgart mit Untersuchungen für eine Fortschreibung im westlichen Teil zwischen Wera- und Olgastraße beauftragt. Dabei geht es neben dem innerstädtischen Verdichtungsaspekt auch um die Frage, ob die Installation eines Hochpunkts als westlicher Abschluss der Friedrichstraße, sozusagen als Pendant zum City-Tower, auch zukünftig weiterverfolgt werden soll.

Der Rahmenplan entwickelt keine Rechtskraft, er bildet lediglich den Leitfaden für die weitere städtebauliche Entwicklung im Bereich der Friedrichstraße. Über Einzelbauvorhaben muss auch künftig in weiteren vertieften Verfahren entschieden werden, wenn Planungsabsichten geäußert werden.